Dein ArchiTyp

Finde Deine Architekten-Rolle

Entdecke Deinen Beruf passend zu Deiner Persönlichkeit.

Kein Architekt ist wie der andere. Du bist einzigartig.

Keine Frage, niemand ist wie Du. Und das ist besonders wichtig in einem kreativen Beruf wie dem des Architekten. Bestimmt hast Du aber erkannt, dass dieser Beruf so vielfältig ist, dass man ihn heutzutage allein kaum mehr bewältigen kann.

Der Architekten-Beruf trifft oft auf unterschiedlichste Erwartungen. Das liegt daran, dass Dein Beruf aus vielen verschiedenen Rollen besteht.

Finde heraus, welche Rolle Dir am ehesten liegt, und welcher ArchiTyp Dir entspricht.

Wenn Du gegen Deine Persönlichkeit arbeitest

Aufgaben werden im Büro selten nach Eignung verteilt. Sie kommen über den Terminplan, über den Zufall und über die Frage, wer gerade Luft hat. So sitzt der eine an Ausschreibungstexten, obwohl er im Gespräch mit dem Bauherrn aufblüht. Die andere moderiert Abstimmungsrunden, obwohl sie am liebsten den Anschluss zu Ende gedacht hätte.

Beide erledigen ihre Arbeit. Nur kostet sie mehr Kraft, als sie müsste. Ein Teil des Tages geht dafür drauf, die eigene Schwäche auszugleichen, statt die eigene Stärke zu nutzen. Das merkt niemand von außen — man selbst merkt es abends.

Und wer lange genug gegen sich arbeitet, hält irgendwann sich selbst für das Problem. Dabei ist es die Rolle, die nicht passt.

Was sich ändert, wenn Du Deinen ArchiTyp kennst

Du hörst auf, an Dir herumzubessern. Statt Deine Schwächen auszugleichen, richtest Du Deine Arbeit an dem aus, was Du ohnehin gut kannst. Das ist kein Rückzug, sondern eine Entscheidung.

Du kannst dann begründen, warum Du eine Aufgabe übernimmst und eine andere abgibst. Du erkennst früher, welche Projekte Dir liegen. Und Du kannst sagen, wohin Du willst, statt zu warten, wohin man Dich schiebt.

Der Arbeitstag wird dadurch nicht kürzer. Er fühlt sich anders an.

Dein ArchiTyp-Test

Und wenn Dein Büro die Typen kennt

Der größere Hebel liegt eine Ebene höher. Wer ein Büro führt oder ein Team leitet, verteilt jede Woche Aufgaben. Wer dabei erkennt, wie seine Leute arbeiten, besetzt anders: Der Genaue bekommt die Ausführungsplanung, der Zugewandte das Bauherrengespräch, der Ordnende die Terminschiene.

Das kostet nichts und ändert viel. Ein Team, in dem jeder an seiner Stelle steht, braucht weniger Kontrolle, weniger Nacharbeit und weniger Motivation von außen.

Für Dich heißt das: Du bekommst eine Sprache, in der Du mit Deiner Führungskraft über Deine Aufgaben reden kannst. Nicht „das mag ich nicht", sondern „hier bin ich schneller, und hier ist jemand anders besser".

Drei Merkmale, aus denen sich Dein Typ ergibt

Der Test stellt Dir dreißig Aussagen aus dem Architektenalltag. Jede zahlt auf eines dieser drei Merkmale ein.

Erstes Merkmal

Eher designorientiert oder eher bauorientiert?

Zieht es Dich zur Baustelle, zu Bauteilen und Bauweisen? Oder zum Entwurf, zum Modell und zu den digitalen Werkzeugen?

Zweites Merkmal

Eher introvertiert oder eher extravertiert?

Lädst Du Dich im Gespräch mit anderen auf? Oder brauchst Du Ruhe, um zu Deiner Leistung zu kommen?

Drittes Merkmal

Eher aufgabenbezogen oder eher menschenbezogen?

Denkst Du zuerst an die Sache, die fertig werden muss? Oder zuerst an die Menschen, mit denen Du sie fertig bekommst?

Vier Grundhaltungen, acht Rollen

Wo findest Du Dich wieder?

Führen und entscheiden

Du willst ein Ergebnis, und Du willst es steuern. Entscheidungen sind für Dich kein Risiko, sondern der Weg nach vorn. Du hältst es aus, wenn jemand widerspricht.

Projektleiter

Du führst das Projekt von der ersten Skizze bis zur Übergabe. Termine, Kosten und Qualität hältst Du zusammen, mit dem Bauherrn verhandelst Du selbst. Fachplaner koordinierst Du, statt ihnen hinterherzutelefonieren. Die Entscheidungen, die sonst liegen bleiben, triffst Du.

Bauleiter

Du bist dort, wo gebaut wird. Du entscheidest unter Zeitdruck, ordnest an, prüfst nach und trägst die Folgen. Auseinandersetzungen mit Firmen führst Du, statt sie zu vertagen. Was auf der Baustelle passiert, verantwortest Du.

Begeistern und gestalten

Du arbeitest über Menschen und über Bilder. Du willst andere für eine Idee gewinnen und merkst schnell, wie eine Runde gestimmt ist.

Teamleiter

Du hältst eine Gruppe zusammen. Du verteilst Aufgaben nach Stärken, vermittelst zwischen Entwurf und Ausführung und sorgst dafür, dass Leute gern in Deinem Team arbeiten. Die Präsentation beim Bauherrn übernimmst Du.

Architekturdesigner

Du entwirfst. Du entwickelst Konzepte, Fassaden und Räume und trägst sie so vor, dass andere sie sehen wollen. Wettbewerbe sind Dein Feld, Bilder Deine Sprache.

Sichern und ausarbeiten

Du willst, dass es hält. Genauigkeit ist für Dich keine Pflicht, sondern Haltung. Du gibst nichts heraus, was Du nicht geprüft hast.

Bautechniker

Du arbeitest Details aus, klärst Anschlüsse und schreibst Leistungsbeschreibungen, über die auf der Baustelle nicht gestritten wird. Gesetze, Normen und Richtlinien sind Dein Handwerkszeug, nicht Dein Schrecken.

BIM-Konstrukteur

Du baust das Modell, an dem alle anderen arbeiten. Strukturen, Attribute und Standards legst Du fest und hältst die Daten sauber. Wenn das Modell stimmt, stimmen auch die Pläne und die Mengen.

Ordnen und steuern

Du denkst in Abläufen, Fristen und Zuständigkeiten. Dir fällt zuerst auf, was noch niemand übernommen hat.

Projektmanager

Du steuerst mehrere Projekte, ohne selbst zu planen. Verträge, Fristen, Budgets und Berichte laufen bei Dir zusammen. Du sorgst dafür, dass jeder weiß, was wann von ihm erwartet wird.

Baumanager

Du organisierst die Ausführung: Vergaben, Nachträge, Rechnungsprüfung, Terminpläne. Du hältst das Bauvorhaben kaufmännisch und terminlich unter Kontrolle und siehst Abweichungen, bevor sie teuer werden.

Derselbe Typ, drei Stufen

Ein Bauleiter im ersten Jahr arbeitet anders als einer mit fünfzehn Projekten hinter sich. Die Grundhaltung bleibt, der Spielraum wächst. Deshalb gehört zu jeder Rolle die Frage, wo Du gerade stehst.

Berufseinsteiger

Du lernst die Rolle kennen. Du arbeitest zu, fragst viel und siehst zum ersten Mal an echten Projekten, was Dir liegt und was Dich auslaugt.

Junior

Du füllst die Rolle selbst aus, aber mit Rückendeckung. Du übernimmst Teile eines Projekts und merkst, wo Deine Stärken tragen und wo Du Hilfe brauchst.

Senior

Du verantwortest die Rolle ganz. Du entscheidest allein, gibst Aufgaben ab und bringst anderen bei, was Du kannst.

Wer seine Rolle kennt und weiß, auf welcher Stufe er steht, kann den nächsten Schritt planen. Wer beides nicht weiß, wartet darauf, dass jemand anders ihn plant.

Acht Schubladen für alle Architekten?

Natürlich nicht. Kein Mensch passt vollständig in eine Kategorie, und die meisten finden sich in zwei Rollen wieder statt in einer. Die acht Rollenbilder sind keine Diagnose. Sie sind eine Orientierungshilfe und eine Sprache, in der sich über Zusammenarbeit reden lässt.

Jeder Mensch ist in gewisser Hinsicht wie alle anderen Menschen, wie manche andere Menschen und wie kein anderer Mensch.
Clyde Kluckhohn und Henry A. Murray, 1953

Der dritte Teil dieses Satzes gehört Dir allein, da hilft kein Modell. Beim zweiten fängt es an, nützlich zu werden: Du teilst mehr mit manchen als mit allen. Genau das beschreiben die acht Rollen.

Welcher ArchiTyp bist Du?

Dreißig Aussagen aus dem Büroalltag, in ein paar Minuten beantwortet. Am Ende steht die Rolle, die Dir am ehesten entspricht, dazu die zweite, in der Du Dich wahrscheinlich ebenfalls wiederfindest. Du brauchst keine Anmeldung, und das Ergebnis siehst Du sofort.

Dein ArchiTyp-Test