Architekten-Tagesseminar · Reihe »Die Architekten-Rolle«
Gestaltung beginnt mit Führung
Das Tagesseminar »Projektleitung – Projekte führen und gestalten«
Der Architekt als Reiseführer durchs Projekt – wie Du mit den richtigen Fragen und einer klaren Struktur die Souveränität gewinnst, Deine Ideen durchzubringen.
Termine in Planung · Tagesseminar, 7,5 Stunden · Präsenz oder digital
Kennst Du das?
Am Anfang stand eine Idee, für die sich die Arbeit gelohnt hat. Dann kamen die Termine, die Kosten und die Rückfragen von zwölf Beteiligten – und irgendwann verwaltest Du nur noch. Von der Idee bleibt ein Kompromiss übrig, den am Ende niemand mehr verteidigt.
Die Verantwortung trägst Du trotzdem: Bei Dir laufen alle Fäden zusammen, bei Dir endet jede Spurensuche. Nur das Gefühl, das Projekt wirklich in der Hand zu haben, stellt sich nicht ein.
Souveränität kommt aus der Frage, nicht aus der Position.
Wer im richtigen Moment die richtige Frage stellt, bestimmt, worüber im Projekt gesprochen und entschieden wird. Das ist die eigentliche Steuerung eines Bauprojekts – und sie steht jedem offen, der weiß, wann welche Frage dran ist.
Was den meisten fehlt, ist nicht der Wille dazu, sondern das Modell dahinter: eine Reihenfolge, an der Du Dich entlanghangelst, wenn im Projekt alles gleichzeitig passiert.
Entwerfen hast Du gelernt. Führen nicht.
Im Studium und in den ersten Berufsjahren lernst Du, kreative Konzepte zu entwickeln und sie fachlich zu begründen. Was Dir niemand beibringt: wie Du in einem Projekt führst – wie Du einen Kurs vorgibst, der für alle Beteiligten und für das Projekt funktioniert.
Genau das ist der Inhalt dieses Tages. Er steht auf drei Säulen: wie Menschen funktionieren und warum sie so unterschiedlich reagieren, wie Du durch die richtigen Fragen führst, und wie Du ein Projekt systematisch aufstellst. Aus diesen dreien entsteht die Souveränität, mit der Du in Deinen Projekten agierst.
Struktur ist dabei keine Fessel. Sie ist das, was Deiner Gestaltung im Projekt überhaupt erst Raum verschafft.
Das Seminar auf einen Blick
Termin
Termine in Planung
Vormerken lohnt sich
Umfang
Tagesseminar, 7,5 Stunden
ein zusammenhängender Tag
Format
Präsenz oder digital
je nach Termin
Teilnahme
Konditionen und Fortbildungspunkte hängen vom Veranstalter ab und werden mit dem Termin bekannt gegeben.
Für wen dieses Seminar gedacht ist
Dieses Seminar ist für Dich, wenn einer dieser Sätze auf Dich zutrifft:
- Du leitest Projekte oder sollst es bald tun – und willst sie gestalten, nicht bloß verwalten.
- Du willst verstehen, warum dieselbe Ansprache bei dem einen wirkt und bei dem anderen nicht.
- Du merkst, dass Fachwissen allein Deine Projekte nicht mehr zusammenhält.
- Du überlegst, in welche Richtung sich Deine Rolle entwickeln soll – und welche Projektgröße zu Dir passt.
Was Du nach diesem Tag kannst
- Dich von veralteten Rollenbildern lösen und Deine Führungsrolle bewusst annehmen
- die acht ArchiTypen und vor allem Deinen eigenen ArchiTypen kennen
- Dich selbst einordnen und daraus mögliche Entwicklungswege ableiten
- Persönlichkeitsmuster und Verhaltenspräferenzen Deiner Projektbeteiligten erkennen
- durch gezielte Fragen führen – unabhängig davon, wo Du im Projekt sitzt
- ein Projekt-Ablaufmodell nutzen, das Dir die richtige Frage zur rechten Zeit vorgibt
- einschätzen, welches Kompetenzprofil zu welcher Projektgröße passt
- die Basiswerkzeuge der Projektleitung kennen und anwenden
Ein Rollenbild, das trägt – und die Werkzeuge, es im Projektalltag auszufüllen.
Und das Beste: Es funktioniert für jeden Architekten.
Dieses System ist nicht auf einen bestimmten Menschenschlag zugeschnitten. Es trägt den entwurfsverliebten Gestalter genauso wie den, der am liebsten auf der Baustelle steht – unabhängig von ArchiTyp, beruflichem Hintergrund und Erfahrungsgrad.
Die einzige Voraussetzung ist, dass Du Dich der Verantwortung Deiner Führungsrolle stellst. Genau dafür macht Dich dieser Tag stark.
Der Ablauf
Ein Tag in vier Blöcken: erst die Rolle, dann die Menschen, dann das Führen, zuletzt die Werkzeuge.
Teil 1 — Rollenverständnis und Spannungsfeld
Von veralteten Rollenbildern zum Architekten als Reiseführer durchs Projekt: verantwortlich für Ergebnis und Erlebnis, zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Entscheidungsprozesse.
Dazu das Spannungsfeld aus Bedarf, Bestand, Regeln und Bautechnik – der Sammelbezug zu den vier vorangegangenen Seminaren der Reihe.
Teil 2 — Menschenkompetenz: die acht ArchiTypen
Die acht ArchiTypen: vier Grundausrichtungen mit je zwei Ausprägungen, benannt nach den Karrierepfaden im Architekturbüro – Teamleiter und Architekturdesigner, Bautechniker und BIM-Konstrukteur, Projektleiter und Bauleiter, Projektmanager und Baumanager. Du ordnest Dich selbst ein, siehst die Entwicklungswege Deines Typs und überträgst das Modell auf alle Projektbeteiligten.
Kernaussage des Blocks: Architekten müssen kompetent im Umgang mit Menschen sein – Fachwissen allein hält kein Projekt zusammen.
Teil 3 — Führen durch Fragen
„Wer richtig fragt, der führt“ – unabhängig von der Position im Projekt. Damit das keine Floskel bleibt, braucht es Orientierung: ein Projekt-Ablaufmodell, das die richtigen Fragen zur rechten Zeit vorgibt, verbunden mit dem Vertragsmodell aus dem Seminar Regelwerke.
Dazu das Zusammenwirken der ArchiTypen im Projekt und die typischen Herausforderungen der Projektleitungsrolle.
Teil 4 — Kompetenzprofile und Basiswerkzeuge
Welche Kompetenzprofile zu welcher Projekt-Skalierung passen, das Peter-Prinzip und die eigene kompetente Nische. Danach die Basiswerkzeuge für interne und externe Organisation sowie Produktion.
Deine Verantwortung als Architekt: das gebaute Ergebnis und das Erlebnis.
Was das für Deinen Alltag bedeutet
01
Das Projekt in der Hand
Du bewegst die Beteiligten durch Fragen statt durch Ansagen – und bestimmst damit, worüber entschieden wird.
02
Passende Ansprache
Du erkennst, mit wem Du es zu tun hast, und wählst den Zugang, der bei diesem Menschen wirkt.
03
Eine Rolle, die zu Dir passt
Du weißt, welche Projektgröße Dir liegt – und hörst auf, in eine Rolle zu wachsen, die Dich aufreibt.
Dein Referent: Roland Rupsch
Roland Rupsch M.A. (Arch.) ist Architekt mit über 20 Jahren Praxis – und einer, der die Baustelle im Blut hat: Er hat als Gas- und Wasserinstallateur angefangen, bevor er Architektur studierte.
Acht Jahre angestellt, acht Jahre selbständig, dazu Bauleiter im Gesundheitsbau, Fachbereichsleiter für Kosten- und Vergabemanagement, Projektleiter öffentlicher Bauvorhaben und Lehrbeauftragter an der msa Münster. 2022 erschien sein Buch „Amazing Architect“. Als Referent der Architektenkammer Hessen gibt er sein Wissen an die nächste Generation weiter.

Teil einer Reihe
Das fünfte Seminar der Reihe »Die Architekten-Rolle«
Dieses Seminar führt die Reihe zusammen. Es setzt die Inhalte der vier vorangegangenen Seminare voraus – Bedarf, Bestand, Regeln und Bautechnik – und spannt sie in der übergreifenden Aufgabe der Projektleitung zusammen.
Folgen kannst Du auch ohne die anderen vier. Wenn Du die Wahl hast, besuche es zuletzt.
Wo Du dabei bist
Das hängt vom Termin ab. Läuft er über eine Architektenkammer, findet er in deren Räumen statt.
Termine in eigener Regie halte ich bevorzugt digital ab: ein zusammenhängender Tag, live und mit Austausch — nur ohne Anreise und unabhängig davon, wo Du sitzt.
Ort, Format und alle weiteren Angaben nenne ich mit dem Termin.
Häufige Fragen
Muss ich die anderen vier Seminare besucht haben?
Bekomme ich eine Persönlichkeitsanalyse oder ein Zertifikat?
Ich bin kein Projektleiter. Bringt mir das etwas?
Ist das ein Persönlichkeitsseminar oder ein Fachseminar?
Bekomme ich Fortbildungspunkte?
Wann findet das Seminar statt?
Wie läuft die Anmeldung ab?
Kann ich das Seminar auch als Inhouse-Seminar buchen?
Was passiert, wenn das Seminar ausfällt?
Entwirf Deine Architekten-Rolle nach Deiner Vorstellung.
Für dieses Seminar steht noch kein Termin fest. Die Reihe »Die Architekten-Rolle« läuft künftig in fester Rotation – teils über Architektenkammern, teils in eigener Regie und dann wahlweise digital.
Schreib mir kurz, dass Du dabei sein willst. Ich melde mich, sobald Datum, Format und Konditionen stehen – unverbindlich, ohne Vorkasse.